Leserbrief der SPD-Bundestagskandidatin für Odenwald-Tauber Gabriele Teichmann

Veröffentlicht am 14.07.2009 in Wahlen

Leserbrief der SPD-Bundestagskandidatin für Odenwald-Tauber Gabriele Teichmann

Zum Thema Ärzteprotest: Falsche Adresse!

In den letzten Tagen beherrschte die Honorarreform bei den niedergelassenen Ärzten die Berichterstattung von Presse, Rundfunk und Fernsehen.

Der Ärzteprotest, der Unmut der Ärzte richtete sich gegen die Bundespolitik. Im Mittelpunkt der Angriffe stand die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt.
Mit Plakaten in den Praxen, Praxisschließungen und Demonstrationen machten sie auf sich aufmerksam.
Nun muss man sich die Frage stellen, war der Protest gegen die Politik und die Bundesgesundheitsministerin gerechtfertigt?
Diese Frage ist eindeutig mit nein zu beantworten, denn die Ärzte haben ihre Proteste an die falsche Adresse gerichtet.
Blickt man nur ein paar Monate zurück, dann fällt einem wieder ein, dass der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Dr. Andreas Köhler in seinem Schreiben vom 26.Januar 2009 erklärte, dass er seine Fehler bei Aushandlung und Umsetzung der Honorarreform eingesteht. Damit stellt er klar, dass die Probleme bei der Reform nicht von der Bundespolitik sondern von der organisierten Ärzteschaft zu verantworten sind.
Vereinfacht dargestellt, ist zu sagen, die jetzige Ausgestaltung der Honorarreform ist eine langjährige Forderung der Ärzteschaft gewesen.
Aus den Berichten der Presse war auch deutlich zu entnehmen, dass nicht zu wenig Geld im System für die ambulante ärztliche Versorgung ist, sondern dass es bei den einzelnen Ärztefachgruppen und Bundesländern bedingt durch die von der Kassenärztlichen Vereinigung geschaffenen Rahmenbedingungen Einnahmeeinbußen oder Mehreinnahmen von niedergelassenen Ärzten gibt.
Wenn diese die Ausgestaltung der jetzt gültigen Honorarreform verändern wollen, müssen sie dies mit ihrer Kassenärztlichen Vereinigung klären.
Hier gilt nun die alte Weisheit, man muss das Übel an der Wurzel packen, und die Wurzel ist die Kassenärztliche Vereinigung und ihr Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Köhler und nicht die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und die Bundespolitik.

 

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