SPD Main-Tauber im Austausch mit der Caritas Bad MGHDie SPD Main-Tauber war gemeinsam mit Landtagskandidat Can Kurter zu Besuch bei der Caritas in Bad Mergentheim. Mit dabei waren Caritas Regionalleiter Herr Ulf Schwarz, Frau Weiß von der Caritas, Kreisvorstandsmitglied Thomas Kraft sowie Stadt- und Kreisrat Jordan Murphy aus Bad Mergentheim. Der Tag begann mit einem Rundgang durch das Familienzentrum Bad Mergentheim und einem anschließenden Gespräch über die Leistungen und Angebote der Caritas in der Region. Hierbei wurden auch Anregungen der Caritas besprochen und aufgenommen, welche das notwendige Angebot für die Bürgerinnen und Bürger im Main Tauber Kreis verbessern können.
Schnell wurde deutlich: Das Familienzentrum Bad Mergentheim ist ein wichtiger Treffpunkt und wird von den Menschen vor Ort hervorragend angenommen. Ob Beratung, Unterstützung oder vielfältige niederschwellige Angebote – das Zentrum ist gleichermaßen Anlaufstelle wie Impulsgeber und richtet sich an Familien, Alleinerziehende, Senioren und Zugewanderte.
Im anschließenden Gespräch stand ein Thema besonders im Mittelpunkt: der Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Auch im Main-Tauber-Kreis steigen die Mieten kontinuierlich, während Wohnungen mit Sozialbindung kaum verfügbar sind. Landesweit fehlen rund 200.000 Wohnungen. „Hier braucht es eine entschlossene Politik“, betonte Can Kurter. Die SPD setzt sich für deutlich mehr Investitionen in den Wohnungsbau, stärkeren Mieterschutz sowie eine Ausweitung der Mietpreisbremse ein. Eine schlagkräftige Landeswohnungsbaugesellschaft sei dafür ein entscheidender Baustein – denn Wohnen müsse bezahlbar bleiben und sei ein Grundrecht.
Im weiteren Austausch stellten Herr Schwarz und Frau Weiß die breite Palette an Unterstützungsangeboten der Caritas vor: Die Nachbarschaftshilfe ist für viele Menschen in der Region ein unverzichtbarer Bestandteil des Alltags. Gerade weil Einsamkeit zunehmend ein Thema ist, bietet sie wertvolle Begleitung – ob zu Arztterminen, zu Behördengängen oder beim Einkaufen. Oft reicht schon ein gemeinsamer Spaziergang oder ein Gespräch, um den Tag heller zu machen.
Mit dem Angebot „Babylotse“ unterstützt die Caritas Familien direkt nach der Geburt. Auf Wunsch gibt es eine Nachbetreuung, Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen oder praktische Tipps für den Alltag mit einem Baby. Besonders wertvoll ist auch der Austausch mit anderen Müttern und Eltern, der Sicherheit gibt und Gemeinschaft schafft.
Das Netzwerk Demenz richtet sich sowohl an Erkrankte als auch an ihre Angehörigen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie geht man mit einer Demenzdiagnose um? Wo gibt es konkrete Hilfe? Durch den Austausch mit anderen Betroffenen und die enge Vernetzung mit Hilfsangeboten kann die Caritas unkompliziert und direkt weiterhelfen.
Besonders eindrucksvoll ist außerdem das Projekt „Türöffner“, das Leerstand reduziert, indem es Mieter und Vermieter zusammenbringt. Gerade Alleinerziehende profitieren davon – und die Erfolgsquote von über 95 % spricht für sich.
Auch die Familien- und Lebensberatung wurde thematisiert. Angesichts zunehmender psychischer Belastungen und Erkrankungen brauche es verlässliche Anlaufstellen, so die Caritas. Dafür sei nicht nur Engagement vor Ort nötig, sondern auch eine verlässliche Unterstützung und Finanzierung durch die Landespolitik.
Am Ende des Besuchs waren sich alle einig: Der Austausch war sehr gewinnbringend und aufschlussreich. Die SPD Main-Tauber und Can Kurter sagten zu, die Anliegen der Caritas in die Landespolitik einzubringen – und den Dialog in jedem Fall fortzusetzen.