Keine Gentechnik auf den Feldern im Main-Tauber-Kreis

Ein weiteres Negativbeispiel, wie man gegen die Interessen der Einwohnerschaft vorgehen kann ist das geplante Genmais-Versuchsfeld in Grünsfeld. Auch hier wird trotz der mehrheitlichen Ablehnung des Anbaus gentechnischveränderter Organismen (GVO) über den Willen der Bevölkerung hinweg ein Projekt voran getrieben, das dem Main-Tauber-Kreis schadet.

Die Risiken durch gentechnischveränderte Lebensmittel sind noch völlig unzureichend erforscht. Die gerade vorgelegte Studie der französischen Wissenschaftler hat belegt, dass im Gegensatz zu dem was die Firma Monsanto gerne behauptet, bei den Versuchsratten Leber- und Nierenschäden entstanden sind. Auch wenn diese Ergebnisse nicht 1:1 auf den Menschen übertragbar sind, so bleibt doch die Erkenntnis, dass Ratten beim Verzehr von herkömmlichen Mais keine Schäden davontragen, bei gentechnischverändertem Mais sehr wohl.

Nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sind gentechnischveränderte Pflanzen ohne Mehrwert für Verbraucher und Landwirte. Wirtschaftliche Vorteile hätten fast ausschließlich nur die kapitalstarken, multinational agierenden Saatgutproduzenten, die sich ihre Pflanzen auch noch patentieren lassen können und Landwirte so in eine unerträgliche Abhängigkeit bringen. Gerade in der kleinteiligen landwirtschaftlichen Fläche, die das Taubertal prägen, ist ein faires Nebeneinander von herkömmlich wirtschaftenden Landwirten und solchen, die genveränderte Pflanzen anbauen praktisch unmöglich. Das Risiko der Einkreuzung von transgenen Pflanzen ist durch Wind und damit Pollenflug nicht zu beherrschen. Die stellt insbesondere die Imker und Jäger vor ein unlösbares Problem, da sowohl Bienen als auch Rehe und Wildschweine der Gefahr ausgesetzt sind, gv-Mais zu verwerten.

Wenn erst einmal mit dem Anbau von gv-Mais begonnen wird, dann stellt das einen Dammbruch dar, der nicht mehr aufzuhalten ist. Im Unterschied zu Laborversuchen ist eine Rückholaktion in freier Natur nicht mehr möglich. Hat eine Kontamination herkömmlicher Kulturpflanzen stattgefunden, ist dieser Prozess nicht mehr zu stoppen. Daher ist es dringend notwendig, um die Qualität und Vielfalt der landwirtschaftlichen Produkte zu gewährleisten in einen breiten Dialog zu treten und die Ziele des Aktionsbündnis "Gentechnikfreie Region Main-Tauber" zu unterstützen.

Der Kreisverband der SPD Main-Tauber appelliert daher an die Vertreter der Kirchen und die Gemeinderäte einen Beschluss zu fassen, der in Zukunft in allen Pachtverträgen und Nutzungsvereinbarungen für ihre Flächen einen Gentechnik-Verzicht festschreibt. Denn je größer und zahlreicher die Flächen sind, auf denen der Anbau von gentechnisch-veränderten Pflanzen ausgeschlossen wird, desto geringer werden die Chancen für den Anbau von Genmais und Co.

Die Gentechnik in der Landwirtschaft bringt keinerlei gesellschaftlichen Nutzen und wird von der Bevölkerung mit guten Argumenten nicht akzeptiert. Weder sind die Auswirkungen von gentechnisch-veränderten Lebensmitteln auf die menschliche Gesundheit geklärt noch sind die ökologischen Risiken der Agro-Gentechnik auch nur annähernd abschätzbar.

Daher gilt auch hier: "Wehret den Anfängen". Der Kreisverband der SPD Main-Tauber befürwortet die Ziele des Aktionsbündnis "Gentechnikfreie Region Main-Tauber" und sagt seine Unterstützung zu.

Weitere Informationen auf den Seiten des
Aktionsbündnis "Gentechnikfreie Region Main-Tauber"
http://gegengen.de/

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